
In den meisten Fällen sind Warzen beim Hund harmlos und gutartig. Häufig entstehen sie durch das Canine Papillomavirus und verschwinden nach einiger Zeit von selbst. Dennoch sollten Hautveränderungen stets aufmerksam beobachtet werden, da nicht jede vermeintliche Warze tatsächlich harmlos ist – in seltenen Fällen können auch andere Erkrankungen dahinterstecken. Wann Vorsicht geboten ist und worauf Hundehalter unbedingt achten sollten, erfahren Sie im folgenden Artikel.
Wenn Sie auf der Haut Ihres Hundes einen kleinen Knoten entdecken, kann es sich dabei um eine Warze handeln. In der Regel besteht deshalb kein Grund zur Beunruhigung. Denn meist sind Warzen für Hunde vollkommen harmlos. Dennoch sollten Sie die Hautveränderung im Auge behalten. Denn es ist durchaus möglich, dass es sich nicht um eine Warze, sondern um einen bösartigen Tumor handelt.
Hat Ihr Hund eine Warze, handelt es sich dabei um eine gutartige Hautwucherung. Diese wird meist durch Papillomaviren ausgelöst. Die Viren befallen die Epithelzellen der Haut oder auch der Schleimhäute des Vierbeiners und lösen dort dann Wucherungen aus.
Es gibt verschiedene Typen dieses Virus, wobei für Warzen beim Hund das canine Papillomavirus verantwortlich ist. Es kann an ganz unterschiedlichen Körperstellen zu Hautwucherungen kommen. Vor allem die Schleimhäute im Maul sowie das Gesicht sind von Warzen recht oft betroffen. Insbesondere im Alter treten Hautveränderungen in Form von Warzen bei Hunden aber häufig auch an den Genitalien, den Pfoten oder den Ohren auf. In diesem Fall spricht man von sogenannten Alterswarzen.
Papillomaviren sind ansteckend. Kommt ein Vierbeiner mit ihnen in Kontakt, können sie über kleine Hautverletzungen eindringen und den Hund infizieren. Da die Viren die Teilung der Zellen anregen, wächst die Haut des Hundes an der betroffenen Stelle besonders schnell, sodass es schließlich zu einer sichtbaren Wucherung kommt. In der Regel dauert es ungefähr ein bis zwei Monate, bis auf der Haut des Hundes eine sichtbare Warze entsteht.
Ähnlich wie bei Menschen können Warzen auch bei Hunden unterschiedlich aussehen. Sie können beim Hund zum Beispiel als Stielwarze oder Blumenkohlwarze auftreten und eine Größe zwischen wenigen Millimetern oder auch mehreren Zentimetern erreichen.
Die Wucherungen treten auf der Haut sowie auf den Schleimhäuten am und im Maul auf. Warzen im Gesicht des Hundes fallen natürlich besonders schnell auf. Es gibt schwarze Warzen. Ihre Farbe kann aber auch Dunkelgrau, Braun oder Weiß sein. Ihre Form kann sowohl stielförmig als auch flach und ihre Oberfläche unter anderem fransig oder glatt sein.
Bildet sich im Kopfbereich Ihres Hundes eine größere Anzahl an Warzen, leidet Ihr Vierbeiner an der sogenannten Caninen Papillomatose. Dabei handelt es sich um eine selten auftretende Viruserkrankung, die normalerweise nach einigen Wochen oder Monaten von selbst wieder heilt. Allerdings kann es vorkommen, dass die Warzen am Maul des Hundes die Nahrungsaufnahme stark beeinträchtigen und daher eine operative Entfernung notwendig ist.
Warzen beim Hund können sehr unterschiedlich aussehen. Abhängig von der Art, dem Alter des Hundes und der betroffenen Körperstelle variieren sie in Form, Oberfläche, Farbe und Größe. Genau diese Unterschiede führen bei Hundehaltern häufig zu Unsicherheiten. Nachfolgend werden die charakteristischen Erscheinungsbilder von Warzen beim Hund beschrieben.
Stielwarzen ragen deutlich aus der Haut heraus und sind über eine schmale Verbindung mit ihr verbunden. Dadurch wirken sie wie kleine Hautanhängsel. Ihre Form ist meist rundlich oder länglich, die Oberfläche erscheint glatt, gelegentlich leicht uneben. Farblich entsprechen sie oft dem Hautton, können aber auch grau oder bräunlich sein. Besonders häufig treten Stielwarzen bei älteren Hunden auf – daher auch die Bezeichnung Alterswarzen.
Blumenkohlwarzen zeichnen sich durch eine auffällig unregelmäßige, zerklüftete Oberfläche aus, die an die Struktur eines Blumenkohls erinnert. Sie bestehen aus mehreren kleinen, dicht beieinanderliegenden Erhebungen. Dadurch wirken sie fransig oder knubbelig und sind klar von der umliegenden Haut abgegrenzt. Aufgrund ihrer Struktur fallen sie meist sofort ins Auge.
Flache Warzen liegen direkt auf der Haut auf und heben sich nur geringfügig vom umliegenden Gewebe ab. Sie erscheinen als kleine, klar begrenzte Erhebungen mit glatter oder leicht rauer Oberfläche. Ihre Form ist meist rund oder oval. Auf den ersten Blick können sie wie harmlose Hautverdickungen oder Knötchen wirken.
Dunkel gefärbte Warzen – meist braun bis schwarz – sind häufig stärker verhornt als hellere Hautwucherungen. Sie wirken kompakt und heben sich deutlich von der umgebenden Haut ab. Diese Warzenform tritt vermehrt bei älteren Hunden auf und unterscheidet sich vor allem durch ihre dunkle Farbe.
Warzen können grundsätzlich an allen Körperregionen auftreten. Besonders auffällig sind sie jedoch im Gesichtsbereich – etwa am Auge, am Augenlid, an der Schnauze oder den Lefzen. Auch an Pfoten, Ballen, Ohren oder am Kopf fallen sie durch ihre Lage schneller auf. Je nach Körperstelle können sie sehr klein und unauffällig oder deutlich sichtbar sein.
Unabhängig von der konkreten Warzenart können Hundewarzen nur wenige Millimeter groß sein oder mehrere Zentimeter erreichen. Ihre Farbe reicht von weißlich und hautfarben über grau und braun bis hin zu tiefschwarz. In ihrer Form treten sie rund, länglich, flächig oder gestielt auf. Allein anhand des äußeren Erscheinungsbildes lässt sich jedoch nicht sicher beurteilen, um welche Art von Hautveränderung es sich handelt.
Obwohl Warzen für Hunde grundsätzlich harmlos sind, ist es dennoch meist sinnvoll, mit dem Vierbeiner beim Tierarzt vorstellig zu werden. Denn nicht immer handelt es sich tatsächlich um eine einfache Warze. Es kann durchaus sein, dass sich bei Ihrem Hund ein Lipom oder gar ein Melanom (Schwarzer Hautkrebs) gebildet hat. Für Sie als Laie sind die Unterschiede meist nicht einfach mit bloßem Auge zu erkennen.
Ein Besuch beim Tierarzt verschafft Ihnen im Zweifel Klarheit und gewährleistet, dass bei Bedarf rechtzeitig die notwendigen Behandlungsmaßnahmen ergriffen werden können.
Für eine sichere Diagnose genügt es allerdings auch dem Veterinär nicht, die vermeintliche Warze nur in Augenschein zu nehmen. Es ist daher üblich, eine Probe zu entnehmen und diese im Labor untersuchen zu lassen.
Wenn die Hautwucherung tatsächlich nur um eine Warze ist, ist im Normalfall keine Behandlung notwendig. Denn Warzen verschwinden für gewöhnlich nach einigen Wochen von alleine wieder. Allerdings kommt es gelegentlich vor, dass sich Warzen bei Hunden an Stellen bilden, wo sie den Vierbeiner stören. Befindet sich die Wucherung zum Beispiel direkt auf dem Pfotenballen, kann sie den Hund beim Gehen stören. Wenn ein Hund eine Warze am Augenlid hat, kann das dazu führen, dass er sein Auge nicht richtig schließen kann. Als Folge davon leidet der Vierbeiner dann zwangsläufig an trockenen und gereizten Augen, denen sich natürlich nicht dauerhaft mit Augentropfen entgegenwirken lässt.
Der zum Entfernen einer Warze erforderliche Eingriff ist keine große Sache. Der Tierarzt rasiert das Fell an der entsprechenden Stelle, schneidet die Wucherung aus der Haut heraus und vernäht die Wunde bei Bedarf. Sobald Ihr Hund aus der Narkose aufwacht, können Sie ihn normalerweise wieder mitnehmen.
Statt einer Operation können zum Teil auch Hausmittel genutzt werden, um Warzen bei Hunden zu entfernen. Viele Halter setzen zu diesem Zweck auf Rizinusöl, mit dem sie die Warze mehrmals am Tag einreiben. Mit etwas Glück verschwindet die Hautwucherung auf diese Weise nach etwa einer Woche wieder.
Thuja-Tinktur ist ein weiteres mögliches Hausmittel, um Warzen bei Hunden natürlich zu behandeln. Allerdings ist sie gleichzeitig auch giftig. Sie darf daher keinesfalls auf Warzen am Maul des Hundes oder an Stellen, die der Vierbeiner lecken kann, aufgetragen werden. Bei einer trächtigen Hündin kann dieses Hausmittel gegen Warzen sogar zu einer Fehlgeburt führen und sollte daher grundsätzlich nicht eingesetzt werden.
Papillomaviren sind ansteckend, sodass Hunde Warzen durchaus weiterverbreiten können. Mit dem caninen Papillomavirus können sich allerdings ausschließlich Hunde infizieren. Sie müssen daher nicht befürchten, dass Ihr Vierbeiner sie mit seiner Warze ansteckt.
Hund sind vor allem dann anfällig für Warzen, wenn ihr Immunsystem geschwächt ist. Aus diesem Grund sind vor allem Jungtiere sowie alte Hunde häufig von ihnen betroffen. Gesunde ausgewachsene Hunde bekommen hingegen seltener Warzen, da ihr Immunsystem mit den Papillomaviren meist recht gut zurechtkommt.
Ein funktionierendes Immunsystem ist für die Gesundheit Ihres Hundes von entscheidender Bedeutung. Es sorgt dafür, dass Krankheitserreger abgewehrt und Krankheiten leichter überstanden werden können.
Um für starke Abwehrkräfte zu sorgen, gilt es insbesondere, Stress zu vermeiden und auf eine ausgewogene Ernährung zu achten. Darüber hinaus kann es sinnvoll sein, dass Immunsystem des Hundes mithilfe einer geeigneten Ergänzungsfuttermittel zu unterstützen.
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Wie Sie sehen, sind Warzen für die meisten Hunde harmlos. In vielen Fällen verschwinden die Hautwucherungen nach ein paar Monaten von alleine wieder. Eine tierärztliche Behandlung von Warzen bei Hunden ist deshalb oft nicht zwingend notwendig.
In Anbetracht der Tatsache, dass es sich bei den Hautwucherungen nicht immer um gewöhnliche Warzen handelt, ist es aber dennoch ratsam, den Hund von einem Tierarzt untersuchen zu lassen. Wenn sie den Vierbeiner stören und beispielsweise die Nahrungsaufnahme beeinträchtigen oder sich die Warze am Auge des Hundes befindet, kann es manchmal zudem auch notwendig sein, sie vom Tierarzt entfernen zu lassen.
