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Allergien

Futtermilben und Futtermilbenallergien beim Hund vermeiden

Futtermilben und Futtermilbenallergien beim Hund vermeiden

Was sind Futtermilben?

Futtermilben (Tyrophagus putrescentiae) sind winzige Spinnentiere, die sich hauptsächlich in Trockenfutter für Hunde vermehren. Mit bloßem Auge kaum sichtbar, können diese mikroskopisch kleinen Schädlinge bei Ihrem Hund eine allergische Reaktion auslösen – selbst wenn das Futter noch lange haltbar ist. Das Tückische: Die meisten Hundebesitzer bemerken den Befall erst, wenn der Hund bereits Symptome wie ständiges Kratzen, Juckreiz oder Hautrötungen zeigt. Futtermilben befinden sich in fast jedem geöffneten Trockenfutter – die Frage ist nur, in welcher Menge. Wie Sie Futtermilben im Trockenfutter erkennen, welche Symptome auf eine Allergie hindeuten und was Sie sofort tun können, erfahren Sie im weiteren Verlauf dieses Artikels.

Inhaltsverzeichnis

Es gibt verschiedene Milbenarten, die Hunden das Leben schwer machen und zum Beispiel Juckreiz und Hautentzündungen verursachen können. Dazu zählen unter anderem auch Futtermilben, die sich unter bestimmten Umständen im Hundefutter einnisten können.


Wie Sie Futtermilben und damit auch eine mögliche Futtermilbenallergie bei Ihrem Hund am besten vermeiden, erklären wir Ihnen im Folgenden.

Was sind Futtermilben?

Wie alle Milben sind Futtermilben winzige Spinnentiere. Sie ähneln der Hausstaubmilbe und werden teilweise auch als Vorratsmilbe bezeichnet. Aufgrund ihrer geringen Körpergröße sind sie mit bloßen Augen erst dann erkennbar, wenn sie sich bereits stark vermehrt haben. Futtermilben sind in der Umwelt sehr weit verbreitet. Sie finden sich unter anderem auch in Hausstaub und sogar auf Möbeln.


Grundsätzlich bevorzugen Futtermilben allerdings eine Umgebung, in der sie viele Nährstoffe vorfinden. Das ist zum Beispiel bei Mehl oder auch bei Hundetrockenfutter der Fall. Futtermilben fühlen sich bei warmen Temperaturen von etwa 25 bis 30 Grad sowie einer Luftfeuchtigkeit von mindestens 70 Prozent besonders wohl. Allerdings sind sie ausgesprochen widerstandsfähig, sodass sie auch außerhalb dieser idealen Bedingungen problemlos überleben können.

Wie Futtermilben in das Futter des Hundes gelangen

Die Allergie Experten

Theoretisch können die Futtermilben bereits während der Herstellung über kontaminierte Rohstoffe in das Futter des Hundes gelangen. Allerdings werden eventuell vorhandene Futtermilben aufgrund des Temperaturanstiegs während der Produktion vollständig abgetötet.


Dementsprechend kann es erst nach der Produktion zu einer Verunreinigung mit Futtermilben kommen. Wenn die Produktionsanlage zum Beispiel nicht ordentlich gereinigt und das fertige Futter zu lange offen gelagert wird, können die winzigen Schädlinge in das Endprodukt gelangen und sich dort unbemerkt vermehren.


Meist gelangen die Futtermilben allerdings erst bei der Lagerung im Haus des Hundebesitzers in das Futter.


Bleibt ein Sack mit Trockenfutter zum Beispiel offen stehen, ist es nur eine Frage der Zeit, bis Futtermilben die Hundenahrung besiedeln und sich dort immer schneller vermehren.

Futtermilben im Hundefutter erkennen

Eine kleine Anzahl an Futtermilben lässt sich mit bloßem Auge in der Regel nicht erkennen. Erst bei einem stärkeren Befall werden Veränderungen sichtbar und wahrnehmbar.

Typisch ist zunächst ein auffälliger, leicht süßlich-minziger oder muffiger Geruch des Futters. Zusätzlich können sich auf dem Boden der Verpackung sowie an den Kroketten selbst feine, bräunliche Rückstände bilden – sogenannter „Milbenstaub“.

Auch optisch gibt es Hinweise auf einen Befall:

 Bei genauerem Hinsehen können sehr feine, weißliche bis leicht beige Punkte erkennbar sein, die sich bewegen. In manchen Fällen wirkt das Futter leicht „staubig“, verklumpt oder es zeigen sich feine Gespinste, die an Mehlmilben erinnern.

Sollten Sie solche Anzeichen feststellen, empfehlen wir, das betroffene Hundefutter umgehend zu entsorgen und die Lagerbehälter gründlich zu reinigen, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern.

Futtermilbenallergie beim Hund: Ursachen und Symptome erkennen

Was ist eine Futtermilbenallergie?

Bei einer Futtermilbenallergie reagiert das Immunsystem des Hundes überempfindlich auf bestimmte Eiweißbestandteile von Futtermilben. Dabei sind nicht nur die Milben selbst, sondern vor allem deren Ausscheidungen (Allergene) für die Reaktion verantwortlich. Bereits geringe Mengen können bei empfindlichen Hunden Beschwerden auslösen.

Warum entsteht eine Futtermilbenallergie?

Die Ursache liegt in einer Fehlreaktion des Immunsystems. Gelangen Futtermilben oder deren Rückstände über das Futter in den Körper, werden sie als „schädlich“ erkannt, obwohl sie es nicht sind. Besonders häufig tritt dies bei Hunden mit einer generellen Allergieneigung oder empfindlicher Haut auf. Auch eine wiederholte Exposition durch falsch gelagertes Trockenfutter kann das Risiko erhöhen.

Welche Symptome deuten auf eine Futtermilbenallergie hin?

Typisch ist ein ausgeprägter, oft anhaltender Juckreiz. Betroffene Hunde kratzen, lecken oder beißen sich vermehrt, insbesondere an Pfoten, Bauch, Ohren oder im Gesicht. Im weiteren Verlauf können Hautrötungen, Entzündungen, Schuppenbildung oder sogar offene Stellen entstehen. In einigen Fällen treten zusätzlich Ohrenprobleme oder wiederkehrende Hautinfektionen auf.

Für eine sichere Diagnose sollte ein Tierarzt hinzugezogen werden, der entsprechende Tests wie Blutuntersuchungen oder Hauttests durchführen kann.

Was tun, wenn Futtermilben bereits im Hundefutter sind?

Wenn Sie Anzeichen für Futtermilben im Hundefutter feststellen, sollten Sie schnell und konsequent handeln, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern und Ihren Hund zu schützen.

  • Futter sofort entsorgen
    Bereits befallenes Trockenfutter sollte nicht mehr verfüttert werden. Auch wenn der Befall gering erscheint, können Rückstände und Allergene weiterhin Beschwerden auslösen.
  • Futterbehälter gründlich reinigen
    Reinigen Sie alle Vorratsbehälter, Messbecher und Futterplätze sorgfältig mit heißem Wasser (idealerweise über 60 °C). Bei Bedarf kann zusätzlich ein geeignetes Reinigungsmittel verwendet werden.
  • Umgebung säubern
    Auch in der Umgebung können sich Futtermilben ausbreiten. Saugen und reinigen Sie daher den Lagerbereich, Schränke und angrenzende Flächen gründlich.

Bei Bellfor haben Futtermilben keine Chance

Um eine Kontamination mit Futtermilben zuverlässig zu vermeiden, setzen wir bei Bellfor auf besonders strenge Hygienevorschriften und füllen unser Futter zeitnah ab. Sie können sich somit sicher sein, dass Sie für Ihren Hund stets ein absolut einwandfreies und frisches Produkt erhalten.

So schützen Sie Ihren Hund vor Futtermilben

Eine Futtermilbenallergie kann bei Ihrem Hund sehr unangenehme Beschwerden verursachen. Sie sollten daher Ihr Möglichstes tun, um einen Milbenbefall in Ihrem Zuhause von Anfang an zu vermeiden.

So schützen Sie Ihren Hund vor Futtermilben

Mit folgenden Maßnahmen schützen Sie das Futter Ihres Hundes vor Futtermilben:

  • Verschließen Sie die geöffnete Packung stets luftdicht.
  • Lagern Sie Hundefutter nicht in der Nähe von menschlichen Nahrungsmitteln.
  • Falls Sie das Trockenfutter in eine Mehrwegverpackung umfüllen, müssen Sie diese regelmäßig reinigen.
  • Spülen Sie auch Messbecher oder Löffel, die Sie zum Dosieren verwenden, regelmäßig.
  • Lagern Sie das Futter Ihres Hundes kühl und trocken.
  • Kaufen Sie Hundefutter in einer angemessenen Menge, um zu lange Lagerzeiten zu vermeiden.
  • Entsorgen Sie Futter, bei dem das Haltbarkeitsdatum bereits abgelaufen ist.

Futtermilben im Hundefutter - unser Fazit

Futtermilben sind weiter verbreitet, als den meisten Menschen bewusst ist. Viele Hunde leiden sogar an einer Futtermilbenallergie und den damit verbundenen Beschwerden.


Aus diesem Grund ist es wichtig, dass Sie Ihren Hund vor Futtermilben schützen und eine unkontrollierte Vermehrung der lästigen Schädlinge verhindern. Am besten gelingt Ihnen das mit der richtigen Lagerung und einer gewissenhaften Hygiene.


Darüber hinaus empfehlen wir Ihnen, einem Hundefutter, das nach hohen Qualitätsstandards produziert wurde, den Vorzug zu geben. Besonders hochwertige Produkte, bei denen das der Fall ist, finden Sie zum Beispiel in unserem Sortiment.

Häufig gestellte Fragen

Woran erkenne ich Futtermilben im Hundefutter?
Futtermilben sind meist erst bei starkem Befall sichtbar. Typische Anzeichen sind ein muffiger oder leicht süßlicher Geruch, feiner brauner Staub im Futter sowie kleine, weißliche, bewegliche Punkte. Auch verklumpte Kroketten oder feine Gespinste können auf Milben hinweisen.
Welche Symptome zeigt ein Hund bei einer Futtermilbenallergie?
Häufig treten starker Juckreiz, vermehrtes Kratzen sowie Lecken oder Beißen an Pfoten, Bauch oder Ohren auf. Zusätzlich können Hautrötungen, Entzündungen oder wiederkehrende Ohrprobleme auftreten. Die Beschwerden bestehen oft dauerhaft und verschlimmern sich ohne erkennbaren Grund.
Was tun, wenn mein Hund Futtermilben im Futter hat?
Befallenes Futter sollte sofort entsorgt und nicht weiter verfüttert werden. Reinigen Sie alle Futterbehälter gründlich und lagern Sie neues Futter luftdicht, kühl und trocken. Bei anhaltenden Beschwerden empfiehlt sich eine Abklärung durch den Tierarzt.
Wie entstehen Futtermilben im Trockenfutter und wie kann man sie vermeiden?
Futtermilben gelangen meist erst nach dem Öffnen durch Luft, Staub oder Kontakt in das Futter. Sie vermehren sich besonders gut bei Wärme und hoher Luftfeuchtigkeit. Eine luftdichte Lagerung, kühle Temperaturen und kleine Futtervorräte helfen, einen Befall zu vermeiden.
Welches Futter ist bei Futtermilbenallergie beim Hund geeignet?
Wichtig ist möglichst frisches Futter aus kleinen, schnell verbrauchten Gebinden. Alternativ können Futterformen mit geringerem Risiko für Milbenbefall oder individuell besser verträgliche Rezepturen sinnvoll sein. Die Auswahl sollte immer an die Bedürfnisse des einzelnen Hundes angepasst werden.
Hilft Einfrieren von Hundefutter gegen Futtermilben?
Das Einfrieren kann vorhandene Futtermilben abtöten, jedoch nicht alle allergieauslösenden Rückstände entfernen. Daher ist es keine vollständige Lösung bei einer bestehenden Allergie. Es kann jedoch als vorbeugende Maßnahme bei ungeöffnetem oder frischem Futter eingesetzt werden.
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