
Die Lebenserwartung eines Hundes mit degenerativer Myelopathie liegt nach den ersten sichtbaren Symptomen meist bei 12 bis 36 Monaten. Der Verlauf ist fortschreitend, aber Maßnahmen wie angepasste Bewegung, Physiotherapie und unterstützende Hilfsmittel können dazu beitragen, die Mobilität länger zu erhalten und die Lebensqualität zu verbessern.
Die degenerative Myelopathie beim Hund ist eine chronische Erkrankung des Rückenmarks. Sie tritt vorrangig bei älteren Tieren zwischen dem achten und zehnten Lebensjahr auf. Gelegentlich kann sich die degenerative Myelopathie allerdings auch schon früher entwickeln, was jedoch nur sehr selten der Fall ist.
Welche Ursachen die neurologische Erkrankung hat, mit welchen Symptomen sie sich bemerkbar macht und ob eine degenerative Myelopathie beim Hund behandelt werden kann, erklären wir Ihnen im Folgenden.
Die genauen Ursachen für ein Erkranken an degenerativer Myelopathie waren lange Zeit unklar. Mittlerweile weiß man jedoch, dass die neurologische Krankheit zumindest bei einem Teil der häufiger von ihr betroffenen Hunderassen genetisch bedingt ist.
Die degenerative Myelopathie tritt in erster Linie bei großen Hunderassen auf und ist vor allem beim Deutschen Schäferhund verbreitet. Es können aber grundsätzlich auch kleinere Hunde an ihr erkranken.
Die degenerative Myelopathie ist eine chronische Krankheit, die durch einen fortschreitenden Verlauf gekennzeichnet ist, wobei es bei betroffenen Vierbeinern gelegentlich aber auch zu leichten Krankheitsschüben kommen kann.
Erkrankt ein Hund an degenerativer Myelopathie, kommt es zu einer Degeneration des Myelins im Rückenmark im Bereich der Lenden- und Brustwirbelsäule. Dies macht sich zunächst mit Störungen der Reflexe sowie einer Ataxie (Störung der Bewegungskoordination) der Hinterläufe des Tieres bemerkbar. Betroffene Hunde neigen dazu, zu stolpern oder gar umzufallen, wenn sie zum Beispiel wenden wollen.
Im weiteren Verlauf der degenerativen Myelopathie kommt es dann auch zu einer Lähmung der Hinterläufe. Schmerzen verursacht die neurologische Erkrankung bei Hunden allerdings nicht.
Wenn Sie bei Ihrem Hund Ausfallerscheinungen an den Hinterläufen beobachten, versteht es sich natürlich von selbst, dass Sie mit dem Vierbeiner zeitnah beim Tierarzt vorstellig werden sollten.
Die Diagnose der degenerativen Myelopathie gestaltet sich allerdings bis heute schwierig. Bildgebende Verfahren wie CT und MRT können zwar dabei helfen, andere mögliche Ursachen der Symptome, wie zum Beispiel Tumore oder einen Bandscheibenvorfall beim Hund, auszuschließen.
Zu welchem Zeitpunkt die dabei sichtbaren Veränderungen am Rückenmark auftreten und ob dies ausnahmslos bei allen Hunden mit degenerativer Myelopathie der Fall ist, ist bislang allerdings noch unklar.
Im Rahmen einer Liquoruntersuchung können bisweilen leicht erhöhte Proteinwerte nachgewiesen werden. Diese sind jedoch ebenfalls kein sicherer Nachweis für eine bestehende degenerative Myelopathie beim Hund.
Das gilt auch für die Ergebnisse einer Muskelbiopsie. Mit dieser lassen sich zwar die mit der degenerativen Myelopathie einhergehenden Veränderungen an der Muskelstruktur der Hinterläufe nachweisen. Allerdings können derartige Veränderungen auch durch andere Erkrankungen des Rückenmarks und der Wirbelsäule verursacht werden.
Eine absolut zweifelsfreie Diagnose der degenerativen Myelopathie beim Hund ist daher bislang tatsächlich nur durch eine im Nachhinein durchgeführte Autopsie möglich.
Die degenerative Myelopathie ist leider nicht heilbar. Die Behandlungsmaßnahmen verfolgen im Wesentlichen das Ziel, die Beweglichkeit des Hundes so lange wie möglich zu erhalten.
Neben ausreichender Bewegung kommt Physiotherapie in diesem Zusammenhang eine entscheidende Bedeutung zu. Sie kann dazu beitragen, die Muskeln zu erhalten und das Auftreten von Koordinationsstörungen sowie Lähmungserscheinungen hinauszuzögern.
Kommt es zu akuten Krankheitsschüben, kann betroffenen Hunden gegebenenfalls Prednisolon verabreicht werden. Die bisweilen empfohlene Gabe von speziellen Vitaminpräparaten erweist sich in der Praxis als wirkungslos. Da die degenerative Myelopathie nicht schmerzhaft ist, ist eine gesonderte Schmerztherapie im Rahmen der Behandlung nicht erforderlich.
Da die degenerative Myelopathie offensichtlich durch eine Genmutation verursacht wird, ist es leider nicht möglich, der Erkrankung vorzubeugen. Ob die entsprechende Mutation beim SOD1-Gen vorliegt, lässt sich seit einiger Zeit mithilfe eines zu diesem Zweck entwickelten Gentests überprüfen.
Der Test kann zum einem als zusätzlicher Baustein im Rahmen der Diagnostik eingesetzt werden und zum anderen dabei helfen, das Risiko für ein Erkranken an degenerativer Myelopathie bei häufig betroffenen Hunden zu ermitteln.
Allerdings bedeutet ein positives Testergebnis nicht zwangsläufig, dass die Krankheit tatsächlich ausbrechen muss. Es kann also durchaus auch sein, dass es trotz des potenziell erhöhten Risikos beim getesteten Hund nicht zu einem Erkranken an degenerativer Myelopathie kommt.
Die Prognose ist für Hunde mit degenerativer Myelopathie leider nicht allzu gut. In der Regel beträgt die Lebenserwartung betroffener Vierbeiner nach Ausbruch und Diagnose der Erkrankung nur noch etwa zwei oder drei Jahre. In vielen Fällen werden sie aufgrund des Fortschreitens der Krankheit sogar innerhalb von 12 Monaten eingeschläfert, um sie von ihrem Leiden zu erlösen.
Eine angepasste Ernährung spielt bei Hunden mit degenerativer Myelopathie oder einer genetischen Veranlagung eine wichtige Rolle. Zwar kann Futter die Erkrankung nicht verhindern oder heilen, doch eine gut formulierte Ration trägt maßgeblich zur allgemeinen Vitalität, zum Erhalt der Muskulatur und zur Entlastung von Wirbelsäule und Hinterläufen bei. Besonders wichtig sind hochwertige Nährstoffquellen, Omega-3-Fettsäuren, ein stabiles Körpergewicht und eine gezielte Unterstützung von Gelenken und Bindegewebe.
Eine ausgewogene Ernährung spielt für Hunde mit degenerativer Myelopathie oder einer entsprechenden Veranlagung eine zentrale Rolle. Besonders wichtig sind Omega-3-Fettsäuren (EPA und DHA), die die normale Funktion von Nerven- und Immunsystem unterstützen und einen ausgeglichenen Stoffwechsel fördern. Ebenso bedeutsam sind B-Vitamine, da sie an zahlreichen neurologischen Prozessen beteiligt sind und zur Energieversorgung der Muskulatur beitragen.
Ein stabiles Körpergewicht gehört zu den wichtigsten Faktoren, um Hunde mit degenerativer Myelopathie bestmöglich zu unterstützen. Übergewicht erhöht den Druck auf die Wirbelsäule und die Hinterläufe, wodurch typische Erscheinungen wie Ataxie, Unsicherheit im Gang oder zunehmende Hinterhandschwäche stärker ausgeprägt sein können. Auch die allgemeine Fitness hat Einfluss darauf, wie gut ein Hund seinen Alltag trotz der fortschreitenden Erkrankung bewältigen kann.
Eine kontrollierte Energiezufuhr und eine bedarfsgerechte Fütterung spielen daher eine zentrale Rolle. Hier kann Shiimun Slim von Bellfor eine sinnvolle Ergänzung sein. Das Pulver besteht aus natürlichen Zutaten wie Flohsamenschalen, Shiitake, Maitake, Spirulina und leicht verdaulichem Insektenprotein. Die Rezeptur wurde entwickelt, um das Gewichtsmanagement zu unterstützen und gleichzeitig eine gute Nährstoffversorgung zu ermöglichen – ein entscheidender Vorteil für Hunde, die aufgrund ihrer Erkrankung oder Veranlagung besonders auf eine stabile Körperkondition angewiesen sind.
Bei Hunden mit degenerativer Myelopathie oder einer entsprechenden Veranlagung verändert sich die Belastung des Körpers im Verlauf der Erkrankung deutlich. Durch die abnehmende Stabilität der Hinterhand wird ein größerer Teil des Körpergewichts über die Vorderläufe abgefangen, was Gelenke, Knorpel und das umliegende Bindegewebe zusätzlich beansprucht. Eine gezielte ernährungsphysiologische Unterstützung kann daher dazu beitragen, den Bewegungsapparat bestmöglich zu entlasten und die natürliche Funktion der Strukturen zu fördern.
Eine passende Ergänzung stellen die Gelenke & Knochen Kapseln von Bellfor mit Ovopet® dar, die Kollagen, Glucosamin und Chondroitinsulfat enthalten. Diese Kombination liefert wichtige Bausteine, die den Gelenkstoffwechsel auf natürliche Weise unterstützen können – besonders bei älteren Hunden, bei Belastungen der Wirbelsäule oder wenn erste Anzeichen wie Koordinationsstörungen und eine nachlassende hintere Stabilität auftreten.
Wie Sie sehen, handelt es sich bei der degenerativen Myelopathie um eine ernste und folgenschwere Hundekrankheit. Ist Ihr Hund von ihr betroffen, ist es daher nur zu verständlich, wenn der Schock bei Ihnen zunächst groß ist. Unabhängig davon sollten Sie selbstverständlich Ihr Bestes tun, um Ihren Vierbeiner im Alltag zu unterstützen und sein Leben so angenehm wie möglich zu machen.
Neben regelmäßiger Physiotherapie können in diesem Zusammenhang auch die Anschaffung eines orthopädischen Hundebetts sowie gut passende Hundeschuhe und im weiteren Verlauf der degenerativen Myelopathie auch eine Tragehilfe als Unterstützung für Ihren Hund sinnvoll sein.
