
Der Unterschied zwischen extrudiertem und kaltgepresstem Hundefutter liegt nicht in den Zutaten, sondern im Herstellungsverfahren. Beim Extrusionsverfahren werden die Rohstoffe unter hohem Druck, hoher Feuchtigkeit und hohen Temperaturen verarbeitet, während beim Kaltpressverfahren die Formgebung überwiegend durch mechanischen Druck bei vergleichsweise niedrigen Temperaturen erfolgt. Beide Methoden haben spezifische technologische Eigenschaften – warum diese für die Verträglichkeit, Struktur und Handhabung des Trockenfutters relevant sein können, erfahren Sie im weiteren Verlauf des Artikels.
Beim Kauf von Trockenfutter für Ihren Hund begegnen Ihnen unweigerlich die Begriffe kaltgepresstes und extrudiert. Beide sagen nichts über die Zusammensetzung des Futters aus. Stattdessen bezeichnen sie zwei verschiedene Herstellungsverfahren.
In diesem Artikel zeigen wir Ihnen die Unterschiede zwischen den beiden Varianten auf. Außerdem lernen Sie die Vor- und Nachteile kennen und erfahren, warum sich nur anhand des Herstellungsverfahrens keine Rückschlüsse auf die Qualität des Hundefutters ziehen lassen.
Beim Kaltpressverfahren für Hundefutter werden die getrockneten Rohstoffe zunächst fein vermahlen und homogen miteinander vermischt. Anschließend erfolgt die Formgebung der Kroketten ausschließlich durch mechanischen Druck, der über eine Presswalze oder Matrize ausgeübt wird. Eine zusätzliche thermische Behandlung oder der Einsatz von Wasserdampf ist bei diesem Verfahren nicht vorgesehen.
Während des Pressvorgangs entsteht durch Reibung und Druck zwangsläufig Wärme. Die Verarbeitungstemperaturen bleiben jedoch vergleichsweise moderat und liegen in der Praxis meist unter etwa 80 °C. Aus technologischer Sicht zählt das Kaltpressverfahren damit zu den temperaturschonenden Herstellungsverfahren für Trockenfutter.
Dank der geringen thermischen Belastung können hitzeempfindliche Inhaltsstoffe – etwa bestimmte Vitamine, Fettsäuren oder sekundäre Pflanzenstoffe – in höherem Maße erhalten bleiben, sofern sie bereits in den eingesetzten Rohstoffen enthalten sind. Das Verfahren selbst verändert die Rohstoffe nur minimal und dient in erster Linie der Formgebung und Verdichtung.
Charakteristisch für kaltgepresstes Hundefutter ist die kompakte, dichte Struktur der Kroketten. Diese entsteht durch den hohen Pressdruck und die fehlende Auflockerung durch Hitze oder Dampf. Die gleichmäßige Verdichtung sorgt für eine stabile Krokette mit geringer Porosität und definiertem Volumen.
Das Kaltpressverfahren wird vor allem dort eingesetzt, wo eine technisch einfache, kontrollierte Verarbeitung und eine möglichst geringe thermische Belastung der Zutaten gewünscht sind. Für die ernährungsphysiologische Qualität des Futters sind jedoch – unabhängig vom Herstellungsverfahren – die Auswahl der Rohstoffe, deren Zusammensetzung sowie die Nährstoffbilanz der Rezeptur entscheidend.
Beim Extrusionsverfahren für Hundefutter werden die Rohstoffe zunächst getrocknet, fein vermahlen und anschließend in genau definierten Anteilen miteinander vermischt. Durch die Zugabe von Wasser oder Wasserdampf entsteht eine formbare Masse, deren Konsistenz exakt auf den weiteren Verarbeitungsprozess abgestimmt ist.
Diese Mischung wird im sogenannten Extruder unter hohem mechanischem Druck kontinuierlich gefördert. Gleichzeitig wirkt thermische Energie auf das Material ein, die sowohl durch Reibung als auch gezielt durch Dampfinjektion entsteht. Dabei werden – je nach Rezeptur und Prozessführung – Temperaturen von bis zu etwa 120 °C erreicht.
Im letzten Verarbeitungsschritt wird die Masse durch eine Düse (Matrize) gepresst. Beim Austritt aus der Düse kommt es aufgrund des plötzlichen Druckabfalls zur Expansion des Materials, wodurch die typische Form und Struktur der Kroketten entsteht. Die Größe und Geometrie des extrudierten Trockenfutters werden dabei präzise über die Düse und nachgeschaltete Schneideeinheiten gesteuert.
Das Extrusionsverfahren ermöglicht eine sehr gleichmäßige Durchmischung der Rohstoffe sowie eine reproduzierbare Herstellung mit konstanten physikalischen Eigenschaften der Kroketten. Gleichzeitig trägt die Kombination aus Druck, Temperatur und Feuchtigkeit dazu bei, mikrobiologische Belastungen während des Herstellungsprozesses zu reduzieren.
Extrudiertes Hundefutter wird nach dem Formen in der Regel getrocknet, um den gewünschten Feuchtegehalt zu erreichen und die Lagerstabilität sicherzustellen. Das Extrusionsverfahren gilt daher als ein kontrollierter, industriell etablierter Standardprozess in der Herstellung von Trockenfutter.
Extrusion und Kaltpressverfahren haben sowohl Vorteile, als auch Nachteile.
Die Extrusion ermöglicht einen besseren Aufschluss der im Futter enthaltenen Nährstoffe. Dies soll das Trockenfutter für den Hund besonders gut verdaulich machen. Ein weiterer Vorteil ist die Tatsache, dass Keime dank der hohen Temperaturen zuverlässig abgetötet werden.
Gleichzeitig stellen die hohen Temperaturen jedoch auch einen potentiellen Nachteil dar. Denn zu viel Hitze, kann sich negativ auf die enthaltenen Nährstoffe auswirken und diese zumindest teilweise schädigen.
Aus diesem Grund gilt die Herstellung im Kaltpressverfahren allgemein als schonender. Nährstoffe bleiben bestmöglich erhalten und gelangen somit dorthin, wo sie hingehören - in den Körper Ihres Hundes.
Allerdings besteht bei kaltgepresstem Hundefutter zumindest theoretisch die Gefahr einer höheren Keimbelastung.
Wie Sie sehen gibt es bei beiden Herstellungsverfahren Argumente, die dafür und die dagegen sprechen. Alleine anhand des Herstellungsverfahrens kann somit keine Aussage hinsichtlich der Qualität des Futters getroffen werden.
Mit beiden Verfahren lässt sich ein gutes Trockenfutter, das den Hund mit allem Wichtigen versorgt, produzieren. Voraussetzung dafür ist, dass hochwertige Rohstoffe in der richtigen Zusammensetzung genutzt werden.
So sollte beispielsweise generell auf Getreide verzichtet werden. Auch künstliche Zusatzstoffe haben, ebenso wie sogenannte tierische Nebenerzeugnisse, nichts in einem hochwertigen Hundefutter verloren.
Bei uns können Sie frei entscheiden, welches Herstellungsverfahren Sie bevorzugen. Denn unser Hundefutter mit Insektenprotein ist in beiden Varianten erhältlich.
Sie können selbst wählen, ob Sie unseren extrudierten Landgut-Schmaus oder unseren kaltgepressten Naturgut-Schmaus bevorzugen.
Beide Sorten zeichnen sich durch dieselben Qualitätsmerkmale aus. Sie enthalten 82 Prozent hochwertiges Insektenprotein, sind frei von Getreide und künstlichen Zusatzstoffen und bestehen ausschließlich aus hochwertigen Rohstoffen in Lebensmittelqualität. Zudem sind sie reich an Vitaminen, Mineralstoffen und wertvollen Omega-3-Fettsäuren.
Ob kaltgepresstes oder extrudiert, ist so in jedem Fall gewährleistet, dass Ihre Fellnase bestens versorgt ist.
