
Nein, auch gekochter Rhabarber ist für Hunde nicht sicher. Zwar wird beim Kochen ein Teil der Oxalsäure ins Wasser abgegeben, doch ein erheblicher Anteil bleibt im Fruchtfleisch erhalten – genug, um die Nieren Ihres Hundes zu belasten. Hinzu kommt, dass Rhabarber in der Küche fast immer mit Zucker zubereitet wird, was das Problem zusätzlich verschärft. Welche Mengen bereits gefährlich sind, was bei einem Hund passiert, der Rhabarberkuchen gefressen hat, und welche Symptome auf eine Vergiftung hinweisen, erfahren Sie in diesem Artikel.
Rhabarber gehört in vielen Gärten zum Frühling dazu – und genau das macht ihn für Hundebesitzer zu einem wichtigen Thema. Denn was für Menschen eine beliebte Backzutat ist, kann für Hunde gefährlich werden. Die kurze Antwort lautet: Nein, Hunde sollten keinen Rhabarber essen. Die Pflanze enthält Oxalsäure, die selbst in kleineren Mengen die Gesundheit Ihres Vierbeiners ernsthaft beeinträchtigen kann. Besonders die Blätter gelten als hochgiftig – aber auch die Stiele sind kein unbedenklicher Snack. Was genau im Körper Ihres Hundes passiert, worauf Sie im Garten achten sollten und was zu tun ist, wenn Ihr Hund doch einmal Rhabarber gefressen hat, erfahren Sie in diesem Artikel.
Rhabarber ist eine mehrjährige Gemüsepflanze, die trotz ihres fruchtigen Geschmacks botanisch zum Gemüse zählt. Bekannt ist er vor allem für seine langen, roten Stiele, die in der Küche für Kuchen, Kompott und Marmeladen verwendet werden. Weniger bekannt ist hingegen, dass nahezu alle Teile der Pflanze – Stiele, Blätter und Wurzeln – die organische Verbindung Oxalsäure enthalten.
Oxalsäure ist das eigentliche Problem, wenn ein Hund Rhabarber frisst. Im Körper des Tieres bindet sie sich an Kalzium und verhindert so, dass dieser lebenswichtige Mineralstoff vom Organismus aufgenommen werden kann. Das hat gleich zwei Folgen: Zum einen entsteht ein Kalziummangel, der besonders bei Welpen und jungen Hunden die Knochenentwicklung ernsthaft beeinträchtigen kann. Zum anderen bilden sich unlösliche Kalziumoxalat-Kristalle, die sich in den Nieren ablagern und dort zu Entzündungen, Nierenschäden oder im schlimmsten Fall zu akutem Nierenversagen führen können.
Dabei gilt: Je mehr Rhabarber ein Hund frisst, desto höher ist das Risiko. Aber auch kleinere Mengen sind nicht harmlos – vor allem dann nicht, wenn der Hund regelmäßig Zugang zur Pflanze hat.
Rhabarber zählt zu den Gemüsesorten und ist bekannt für seinen einzigartigen, säuerlichen Geschmack und enthält einige Nährstoffe:
Es gibt eine Vielzahl von Rhabarberarten, aber hier sind einige gängige, die Sie vielleicht kennen:
Nicht alle Teile des Rhabarbers sind gleich gefährlich – aber keiner ist wirklich sicher für Hunde. Den größten Risikofaktor stellen die Blätter dar. Sie enthalten deutlich mehr Oxalsäure als die Stiele und gelten deshalb als hochgiftig. Schon eine relativ kleine Menge Rhabarberblätter kann bei einem Hund zu ernsthaften Vergiftungserscheinungen führen.
Die Stiele sind zwar weniger stark konzentriert, aber ebenfalls problematisch. Besonders rohe Stiele enthalten noch einen erheblichen Anteil an Oxalsäure. Hinzu kommt, dass Hunde in der Regel nicht nur einen kleinen Bissen nehmen – wer Zugang zur Pflanze hat, frisst oft mehr als genug, um Beschwerden auszulösen.
Als Faustregel gilt: Je grüner der Stiel, desto höher ist der Oxalsäuregehalt. Rote, reife Stiele sind zwar etwas weniger belastet, aber auch sie gehören nicht in den Futternapf Ihres Hundes.
Roher Rhabarber enthält Oxalsäure (besonders in den Blättern), die sowohl für Menschen als auch für Hunde giftig ist. Diese Säure kann die Aufnahme wichtiger Mineralien (u.a. Kalzium) blockieren und zu gesundheitlichen Problemen führen. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass vor allem junge Hunde und Welpen keinen Rhabarber fressen, um eine Störung der Kalziumaufnahme in den Knochen zu vermeiden.
Diese Frage stellen sich viele Hundebesitzer – besonders, wenn beim Backen Reste übrig bleiben. Die Antwort ist: Nein, auch gekochter Rhabarber ist für Hunde nicht geeignet.
Beim Kochen wird zwar ein Teil der Oxalsäure ins Kochwasser abgegeben, was den Gehalt im Vergleich zu rohem Rhabarber etwas reduziert. Dieser Effekt ist jedoch nicht zuverlässig genug, um gekochten Rhabarber als sicher einzustufen. Ein bedeutender Anteil der Oxalsäure bleibt im Fruchtfleisch erhalten – und damit auch das Risiko für Ihren Hund.
Dazu kommt: Rhabarber wird in der Küche fast immer mit Zucker zubereitet. Zucker ist für Hunde generell ungeeignet und kann auf Dauer zu Übergewicht, Zahnproblemen und Stoffwechselstörungen führen. Auch Rhabarberkuchen, Kompott oder Marmelade sind daher tabu – selbst wenn Ihr Hund nur einen kleinen Happen davon abbekommt.
Wenn Hunde Rhabarber essen, können folgende Nebenwirkungen auftreten:
Unsere Empfehlung ist daher, Rhabarber vom Speiseplan Ihres Hundes zu streichen und lieber auf sicheres und ausgewogenes Hundefutter zu setzen. Bellfor bietet eine Reihe von Optionen, um die Gesundheit Ihres Hundes zu unterstützen:
Achten Sie stets darauf, dass das Futter Ihres Hundes ausgewogen ist und alle benötigten Nährstoffe in der richtigen Menge enthält. Dies unterstützt nicht nur die Gesundheit Ihres Hundes, sondern auch sein Wohlbefinden.
Wir hoffen, dieser Blogbeitrag hat Ihnen geholfen, besser zu verstehen, warum Rhabarber nicht auf dem Speiseplan Ihres Hundes stehen sollte. Passen Sie gut auf Ihre tierischen Freunde auf und bis zum nächsten Mal!
