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Organerkrankungen

DCM beim Hund: Symptome, Verlauf und Behandlung

DCM beim Hund: Symptome, Verlauf und Behandlung

Wie lange leben Hunde mit DCM?

Die Lebenserwartung bei DCM hängt stark davon ab, in welchem Stadium die Erkrankung entdeckt wird. Hunde im frühen Stadium B1 können noch jahrelang ohne nennenswerte Einschränkungen leben – vorausgesetzt, die Erkrankung wird regelmäßig kontrolliert. Im fortgeschrittenen Stadium C oder D verkürzt sich die Prognose trotz Behandlung oft auf wenige Monate. Welche Faktoren die Lebenserwartung konkret beeinflussen und was Sie tun können, um Ihrem Hund die bestmögliche Zeit zu ermöglichen, lesen Sie im Artikel.

Inhaltsverzeichnis

Bei DCM (Dilatative Kardiomyopathie) handelt es sich um eine Herzkrankheit, von der vor allem größere Hunderassen betroffen sind. Welche Ursachen die Erkrankung hat, mit welchen Symptomen sie sich bemerkbar macht und wie eine Dilatative Kardiomyopathie bei Hunden behandelt werden kann, erklären wir Ihnen im Folgenden.

DCM beim Hund: Was ist das?

DCM ist die Abkürzung für Dilatative Kardiomyopathie. Bei betroffenen Hunden kommt es zu einer Vergrößerung der Herzkammern. Das führt dazu, dass es zu Leistungseinbußen des Herzmuskels kommt, sodass das Herz bei Hunden mit DCM schließlich nicht mehr genug Blut durch den Körper pumpen kann.


Dadurch kommt es zwangsläufig zu einem Abfall des Blutdrucks, dem der Organismus mit einer Verengung der Gefäße entgegenwirken will. Das hat allerdings wiederum zur Folge, dass das Herz beim Pumpen mehr Kraft aufbringen muss, wodurch sich die Problematik noch weiter verstärkt.

Ursachen für DCM beim Hund

Die Dilatative Kardiomyopathie tritt insbesondere bei großen Hunderassen vermehrt auf, während kleine Rassen nur äußerst selten betroffen sind. Erkrankt ein Hund an DCM, kann das verschiedene Ursachen haben.


Zu den Auslösern zählen unter anderem Entzündungen des Herzmuskels sowie eine dauerhafte unzureichende Versorgung mit bestimmten Nährstoffen, wie zum Beispiel Taurin. Darüber hinaus spielen bei der Entstehung von DCM beim Hund auch genetische Faktoren eine Rolle.

Als besonders anfällig für ein Erkranken an DCM gelten unter anderem folgende Hunderassen:

DCM beim Hund: Symptome und Verlauf

Im Normalfall dauert es eine ganze Weile, bis sich DCM bei Hunden durch erkennbare Symptome bemerkbar macht. Im Anfangsstadium ist die Dilatative Kardiomyopathie weder für den Halter des Hundes noch im Rahmen von tierärztlichen Untersuchungen sichtbar.


Das ändert es sich erst während des darauffolgenden okkulten Stadiums der Erkrankung. Auch in dieser Phase macht der Hund zwar äußerlich noch einen vollkommen gesunden Eindruck. Die Veränderungen des Herzens lassen sich nun jedoch zumindest bei einer Ultraschalluntersuchung erkennen.


Sichtbare Symptome treten hingegen in den meisten Fällen erst im späten Stadium der Dilatativen Kardiomyopathie auf, wenn die Leistung des Herzens bereits stark abgenommen hat und der Körper des Hundes nicht mehr dazu in der Lage ist, dies auszugleichen. Das Blut staut sich dann vom Herz des Hundes zurück in seinen Kreislauf. Dies führt wiederum zu Wasseransammlungen, die sich in der Brust- oder der Bauchhöhle sowie der Lunge des Vierbeiners bilden können.

Im Spätstadium kann sich DCM bei Hunden unter anderem durch folgende Symptome bemerkbar machen:

  • Atemnot und Husten
  • Deutliche Zunahme des Bauchumfangs
  • Zunehmende Leistungsschwäche
  • Ohnmachtsanfälle aufgrund von Herzrhythmusstörungen

Akute Atemnot bei Hunden mit DCM ist ein medizinischer Notfall

Wenn Ihr Hund an DCM erkrankt ist und unter akuter Atemnot leidet, ist es unerlässlich, umgehend zum Tierarzt zu fahren. Das gilt auch, wenn der Hund Husten hat und sich dieser in kürzester Zeit deutlich verschlechtert. Beides ist bei Hunden mit DCM normalerweise ein Anzeichen für Wasseransammlungen in der Brusthöhle oder der Lunge.


Der Tierarzt wird das Tier daher zunächst röntgen, um zu überprüfen ob tatsächlich Wasseransammlungen vorliegen. Je nach Ausprägung der Beschwerden wird der Hund dann stationär aufgenommen oder ambulant versorgt. Im Rahmen der stationären Behandlung wird eine Entwässerungstherapie durchgeführt und dem Hund wenn nötig zusätzlich Sauerstoff verabreicht.


Falls Ihr Hund immer wieder in Ohnmacht fällt, ist auch das selbstverständlich ein deutliches Signal dafür, dass Sie den Vierbeiner zum Tierarzt bringen müssen. Denn in den meisten Fällen wird die Ohnmacht bei Hunden mit DCM durch Herzrhythmusstörungen ausgelöst. Diese können für das Tier ohne Behandlungsmaßnahmen unter Umständen sogar tödlich enden.

DCM beim Dobermann: ein Sonderfall

Unter allen Hunderassen nimmt der Dobermann bei DCM eine besondere Stellung ein. Während die Erkrankung bei anderen großen Rassen eher sporadisch auftritt, gilt DCM beim Dobermann als rassetypische Erkrankung mit genetischer Ursache – Schätzungen zufolge sind bis zu 50 Prozent aller Dobermänner im Laufe ihres Lebens betroffen.

Was die Situation zusätzlich erschwert: DCM entwickelt sich beim Dobermann oft besonders heimtückisch. Viele betroffene Tiere zeigen jahrelang keinerlei äußere Symptome, während das Herz bereits erheblich verändert ist. In einigen Fällen ist der plötzliche Herztod das erste erkennbare Zeichen – ohne jede Vorwarnung.

Worauf Dobermann-Halter besonders achten sollten

Da äußerliche Symptome lange ausbleiben können, reicht eine normale tierärztliche Routineuntersuchung zur Früherkennung nicht aus. Empfohlen werden zwei spezialisierte Untersuchungen:

Das Holter-Monitoring zeichnet den Herzrhythmus des Hundes über 24 Stunden auf und kann gefährliche Herzrhythmusstörungen aufdecken, die bei einer kurzen Auskultation unentdeckt bleiben.

Die Echokardiographie (Herzultraschall) macht strukturelle Veränderungen des Herzmuskels sichtbar – auch dann, wenn der Hund sich noch völlig normal verhält.

Für Dobermänner ab einem Alter von etwa drei bis vier Jahren empfehlen Kardiologen, diese Untersuchungen einmal jährlich durchführen zu lassen. Nur so lässt sich eine beginnende DCM frühzeitig erkennen und behandeln – bevor es zu spät ist.

Wie wird DCM beim Hund behandelt?

Die Behandlung von Hunden mit DCM kann je nach Ergebnis der Untersuchungen variieren. Zu den Medikamenten, die dabei zum Einsatz kommen können, zählen ACE-Hemmer zur Unterstützung des Kreislaufs und Pimobendan zur Stärkung des Herzmuskels. Für die Behandlung von Herzrhythmusstörungen können zudem Betablocker und im Falle einer Flüssigkeitseinlagerung in der Lunge Furosemid zur Entwässerung genutzt werden.

Wie ist die Prognose für Hunde mit DCM?

DCM ist nicht heilbar – doch wie lange und wie gut ein Hund mit dieser Diagnose leben kann, hängt entscheidend davon ab, in welchem Stadium die Erkrankung erkannt wird.

  • Stadium B1: Das Herz ist bereits verändert, der Hund zeigt aber noch keine Symptome. Mit regelmäßigen Kontrolluntersuchungen und – je nach Befund – einer medikamentösen Therapie können betroffene Hunde in diesem Stadium noch jahrelang ein weitgehend normales Leben führen.
  • Stadium B2: Die Herzveränderungen sind fortgeschritten, erste Einschränkungen können auftreten. Eine konsequente Behandlung mit Medikamenten wie Pimobendan kann die Lebensqualität deutlich erhalten und das Fortschreiten der Erkrankung verlangsamen.
  • Stadium C: Das Herz kann den Kreislauf nicht mehr ausreichend versorgen – sichtbare Symptome wie Atemnot, Husten oder Leistungsabfall treten auf. Die Prognose wird in diesem Stadium individueller: Manche Hunde stabilisieren sich mit der richtigen Therapie über mehrere Monate, bei anderen schreitet die Erkrankung trotz Behandlung rasch voran.
  • Stadium D: Die Erkrankung spricht kaum noch auf Standardtherapien an. Im Vordergrund steht jetzt die Lebensqualität – nicht die Lebensverlängerung um jeden Preis.

Hunde mit DCM im Alltag unterstützen

Wurde bei Ihrem Hund DCM diagnostiziert, ist es wichtig, dass Sie im Alltag einige Dinge beachten. Grundsätzlich sollte Ihr Hauptaugenmerk natürlich darauf liegen, dass der Vierbeiner trotz seiner Herzerkrankung eine gute Lebensqualität hat und seinen Alltag so gut wie möglich genießen kann.


Gleichzeitig ist es allerdings auch wichtig, übermäßige körperliche Anstrengungen zu vermeiden. Einen Hund mit DCM kilometerweit an der Leine neben dem Fahrrad herlaufen zu lassen erweist sich zum Beispiel als keine gute Idee. Ebenso ist es wenig ratsam, den Vierbeiner zu körperlichen Höchstleistungen zu motivieren und beispielsweise bei regelmäßigen Einheiten im Hundesport zu fordern. Lassen Sie es stattdessen etwas ruhiger angehen und beschränken Sie sich lieber auf gemeinsames Gassigehen und entspannte Spiele, die das geschwächte Herz Ihres Hundes nicht völlig überfordern.


Davon abgesehen sollten Sie auch der Ernährung des Vierbeiners Beachtung schenken und unter anderem davon absehen, dem Tier Dinge wie Wurst und andere salzreiche Lebensmittel zu geben. Solche Speisen sind für eine gesunde Hundeernährung natürlich grundsätzlich nicht zu empfehlen. Das gilt jedoch umso mehr für Hunde mit Herzproblemen wie DCM, da salzhaltige Kost für sie besonders schädlich ist.


Ein hochwertiges Hundefutter, wie Sie es im Sortiment von Bellfor finden, versorgt Ihren Vierbeiner bedarfsgerecht mit allen notwendigen Nährstoffen. Um Ihren an DCM erkrankten Hund zwischendurch zu belohnen, empfehlen wir Ihnen statt ungesunden Leckerbissen wie Wurst, auf unsere gesunden Hundeleckerlis zu setzen.

DCM beim Hund - unser Fazit

Wie Sie sehen, ist DCM bei Hunden eine ernste Erkrankung, die Sie keinesfalls ignorieren sollten. Da sich die Dilatative Kardiomyopathie in der Regel erst spät mit sichtbaren Symptomen bemerkbar macht, ist es bei überdurchschnittlich häufig betroffenen Hunderassen wie dem Dobermann sinnvoll, einmal im Jahr eine Untersuchung zur Vorsorge durchführen zu lassen.


Auf diese Weise lässt sich eine eventuell entstehende Dilatative Kardiomyopathie bei Ihrem Hund frühzeitig erkennen und behandeln. Das macht es deutlich wahrscheinlicher, dass die ergriffenen Therapiemaßnahmen Wirkung zeigen und eine allzu große Einschränkung der Lebensqualität Ihres Vierbeiners vermieden werden kann.

Häufig gestellte Fragen

Was ist DCM beim Hund und was passiert dabei im Herzen?
DCM steht für dilatative Kardiomyopathie – eine Herzerkrankung, bei der sich die Herzkammern krankhaft vergrößern und der Herzmuskel zunehmend an Kraft verliert. Das geschwächte Herz kann nicht mehr ausreichend Blut durch den Körper pumpen, was langfristig zu einer Herzinsuffizienz führt. Besonders häufig betroffen sind große Hunderassen wie Dobermann, Boxer und Deutsche Dogge.
Woran erkenne ich, dass mein Hund DCM haben könnte?
Tückisch an DCM ist, dass die Erkrankung oft jahrelang ohne sichtbare Symptome verläuft. Erst im fortgeschrittenen Stadium zeigen sich Anzeichen wie anhaltender Husten, schnelle Erschöpfung beim Spaziergang, Atemnot oder Ohnmachtsanfälle. Gerade bei gefährdeten Rassen sollte man nicht auf Symptome warten – regelmäßige Herzuntersuchungen sind der einzige zuverlässige Weg zur Früherkennung.
Wie lange können Hunde mit DCM leben?
Die Lebenserwartung hängt stark davon ab, in welchem Stadium die DCM entdeckt wird. Hunde im frühen Stadium B1 können mit regelmäßiger Kontrolle noch jahrelang beschwerdefrei leben – im Stadium C oder D verkürzt sich die Prognose trotz Behandlung oft auf wenige Monate.
Wann ist Einschläfern bei einem Hund mit DCM die richtige Entscheidung?
Diese Entscheidung gehört zu den schwersten, mit denen Hundehalter konfrontiert werden können – und es gibt keine pauschale Antwort. Als Orientierung gilt: Wenn der Hund trotz maximaler Therapie dauerhaft unter Atemnot, Schmerzen oder vollständiger Erschöpfung leidet und keine Lebensqualität mehr hat, ist es Zeit für ein ehrliches Gespräch mit dem Tierarzt.
Wie wird DCM beim Hund behandelt und welche Medikamente kommen zum Einsatz?
DCM ist nicht heilbar, lässt sich aber mit Medikamenten gut kontrollieren. Häufig eingesetzt werden Pimobendan zur Stärkung des Herzmuskels, ACE-Hemmer zur Entlastung des Kreislaufs sowie Furosemid, wenn sich Flüssigkeit in der Lunge ansammelt. Der genaue Behandlungsplan hängt vom Stadium der Erkrankung ab und wird individuell vom Tierarzt festgelegt.
Worauf muss ich bei der Ernährung eines Hundes mit DCM achten?
Bei Hunden mit DCM spielt die Ernährung eine wichtige unterstützende Rolle. Besonders natriumreiche Lebensmittel wie Wurst oder Käse sollten konsequent vermieden werden, da Salz die Flüssigkeitseinlagerung im Körper fördert und das Herz zusätzlich belastet. Gleichzeitig ist eine ausgewogene Versorgung mit herzrelevanten Nährstoffen wie Taurin, L-Carnitin und Omega-3-Fettsäuren sinnvoll – ein hochwertiges Hundefutter, das speziell auf die Bedürfnisse des Hundes abgestimmt ist, kann dabei eine wertvolle Grundlage bilden.
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