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Fütterung

Darf ich meinen Hund mit Schweinefleisch füttern?

Warum sollen Hunde kein Schweinefleisch essen?

Hunde sollten kein rohes Schweinefleisch fressen, da es in seltenen Fällen mit dem sogenannten Aujeszky-Virus (Pseudowut) belastet sein kann – eine für Hunde stets tödlich verlaufende Erkrankung. Durch ausreichendes Erhitzen wird das Virus jedoch zuverlässig abgetötet, sodass gegartes Schweinefleisch grundsätzlich unbedenklich ist. Warum trotzdem viele Hundehalter auf Schweinefleisch verzichten – und was es dabei noch zu beachten gibt – erfahren Sie im weiteren Verlauf des Artikels.

Darf ich meinen Hund mit Schweinefleisch füttern?

Inhaltsverzeichnis

Hunde sind bekanntlich Semi-Karnivoren. Ihre Nahrung sollte daher eine ausreichende Menge an Fleisch oder eine gleichwertige Alternative für die bedarfsgerechte Versorgung mit tierischen Proteinen enthalten.

Die Auswahl an Futtersorten mit unterschiedlichem Fleisch ist zwar groß. Schweinefleisch gehört in der Regel jedoch nicht dazu. Woran das liegt und ob Sie Ihren Hund trotzdem mit Schweinefleisch füttern dürfen, erklären wir Ihnen im Folgenden.

Schweinefleisch für Hunde - das Wichtigste im Überblick

  • Hunde dürfen kein rohes Schweinefleisch essen, da dieses unter Umständen mit dem Aujeszky-Virus kontaminiert sein kann.
  • Wenn sich Hunde mit dem Virus infizieren, erkranken sie an der sogenannten Pseudowut.
  • Wildschweine können das Aujeszky-Virus auch in sich tragen, weshalb ihr rohes Fleisch für Hunde ebenfalls ungeeignet ist.
  • Da die Viren beim Erhitzen abgetötet werden, ist eine Fütterung mit gegartem Schweinefleisch für Hunde in der Regel unbedenklich.

Ist Schweinefleisch für Hunde gesund?

Unabhängig von der Diskussion um rohes Schweinefleisch beim Hund lohnt sich ein sachlicher Blick auf die Nährstoffzusammensetzung. Gekochtes Schweinefleisch für Hunde kann wertvolle Bestandteile liefern, sofern es hygienisch einwandfrei und ausreichend erhitzt ist.

Schweinefleisch enthält unter anderem:

  • hochwertiges tierisches Protein mit essentiellen Aminosäuren
  • Vitamin B1 (Thiamin) in besonders hoher Menge
  • weitere B-Vitamine wie B6 und B12
  • gut verfügbares Eisen
  • Zink zur Unterstützung zahlreicher Stoffwechselprozesse
  • Energie durch natürlichen Fettgehalt

Damit kann gekochtes Schweinefleisch für Hunde grundsätzlich eine Proteinquelle darstellen. Entscheidend ist jedoch die richtige Zubereitung, die Qualität des Fleisches sowie die individuelle Verträglichkeit des Hundes.

    Rohes Schweinefleisch ist für Hunde tabu

    Rohes Schweinefleisch gehört zu den Lebensmitteln, die auf keinen Fall im Futternapf Ihres Hundes landen sollten. Das liegt daran, dass das Fleisch in rohem Zustand mit diversen Keimen und Krankheitserregern belastet sein kann.

    Bei rohem Schweinefleisch stellt für Hunde insbesondere das sogenannte Aujeszky-Virus eine Gefahr dar. Wenn sich die Vierbeiner mit diesem Virus infizieren, erkranken sie an der auch als Pseudowut bezeichneten Aujeszky-Krankheit.

    Die Gefahr einer Infektion dürfte heutzutage zwar überschaubar sein und in Deutschland gilt das Aujeszky-Virus bei Hausschweinen sogar seit vielen Jahren als ausgerottet.

    In Anbetracht der Folgen einer möglichen Erkrankung an Pseudowut und aufgrund der Tatsache, dass sich die genaue Herkunft bei im Handel erhältlichem Fleisch nicht immer auf den ersten Blick erkennen lässt, sollten Sie dennoch lieber kein unnötiges Risiko eingehen.

    Was ist die Aujeszky-Krankheit?

    Die durch das Aujeszky-Virus ausgelöste Aujeszky-Krankheit führt zu einer Entzündung des Gehirns und des Rückenmarks. Sie macht sich bei Hunden außerdem durch starken Juckreiz bemerkbar.

    Da die mit ihr einhergehenden Symptome teilweise an die von Tollwut erinnern, ist die Aujeszky-Krankheit auch unter dem Namen Pseudowut bekannt. Die Inkubationszeit beträgt wenige Tage und die Erkrankung verläuft für Hunde stets tödlich.

    Menschen sind gegen das Aujeszky-Virus immun. Eine Erkrankung an Pseudowut ist dementsprechend auch dann nicht möglich, wenn Menschen mit dem Virus belastetes, rohes Schweinefleisch verzehren.

    Was ist mit Wildschweinfleisch für Hunde?

    Was für normales Schweinefleisch gilt, gilt grundsätzlich auch für das Fleisch von Wildschweinen. Genau wie ihre domestizierten Verwandten können diese das Aujeszky-Virus in sich tragen und Hunde beim Verzehr des Fleischs damit infizieren.

    Während das Virus in Deutschland bei Hausschweinen als ausgerottet gilt, lässt sich das bei Wildschweinen nicht mit Sicherheit sagen. Hinzu kommt, dass sich die Tiere natürlich durchaus auch über Landesgrenzen hinweg bewegen können.

    Das Risiko einer Infektion des Hundes dürfte beim Verzehr von Wildschweinfleisch daher sogar noch höher ausfallen als es beim Fleisch von Hausschweinen der Fall ist.

    Gekochtes Schweinefleisch für Hunde

    Viren lassen sich durch Erhitzen in der Regel abtöten. Das gilt auch für das Aujeszky-Virus. Wurde das Schweinefleisch gegart, ist sein Verzehr für Hunde daher im Normalfall unbedenklich. Sie müssen sich in diesem Fall also keine Gedanken um eine mögliche Aujeszky-Infektion machen.

    Ansonsten gäbe es schließlich mit Sicherheit auch kein Hundefutter mit Schweinefleisch. Dieses wird bei der Produktion so stark erhitzt, dass mögliche Krankheitserreger wie das Aujeszky-Virus abgetötet werden.

    Obwohl wir uns bei Bellfor bewusst gegen die Verwendung von Schweinefleisch entschieden haben, kann Ihr Hund ein solches Futter daher grundsätzlich ohne Gefahr verzehren.

    Schweinefleisch für Hunde - unser Fazit

    Wie Sie sehen, dürfen Hunde durchaus Schweinefleisch essen. Sofern das Fleisch vor dem Verzehr ausreichend erhitzt wurde, können Sie davon ausgehen, dass eventuell vorhandene Krankheitserreger wie das Aujeszky-Virus zuverlässig abgetötet wurden. Auf die Fütterung mit rohem Schweinefleisch sollten Sie bei Ihrem Hund hingegen grundsätzlich verzichten. Das gilt selbstverständlich auch, falls Sie Ihren Hund barfen wollen.

    Häufig gestellte Fragen

    Warum dürfen Hunde kein rohes Schweinefleisch essen?
    Rohes Schweinefleisch kann in seltenen Fällen das Aujeszky-Virus enthalten. Diese Infektion (Pseudowut) verläuft bei Hunden immer tödlich. Daher gilt: Rohes Schweinefleisch ist für Hunde grundsätzlich tabu.
    Ist Schweinefleisch für Hunde gefährlich oder nur rohes Schweinefleisch?
    Gefährlich ist vor allem rohes Schweinefleisch, da hier das Risiko einer Virusübertragung besteht. Durch ausreichendes Erhitzen wird das Virus zuverlässig abgetötet. Gekochtes Schweinefleisch ist daher in der Regel unbedenklich, sofern es hygienisch verarbeitet wurde.
    Dürfen Hunde gekochtes Schweinefleisch essen?
    Ja, Hunde dürfen gegartes Schweinefleisch in moderaten Mengen essen. Wichtig ist, dass es vollständig durchgegart und nicht gewürzt ist. Fettige oder stark verarbeitete Produkte wie Wurst sind jedoch nicht geeignet.
    Was passiert, wenn mein Hund rohes Schweinefleisch gefressen hat?
    Nicht jedes rohe Schweinefleisch ist automatisch infiziert. Dennoch besteht ein Restrisiko. Beobachten Sie Ihren Hund in den folgenden Tagen genau und kontaktieren Sie bei Auffälligkeiten umgehend einen Tierarzt.
    Welche Symptome zeigt ein Hund bei einer Aujeszky-Infektion?
    Typische Symptome sind starker Juckreiz, Unruhe, Speicheln und neurologische Auffälligkeiten. Die Inkubationszeit beträgt meist nur wenige Tage. Die Erkrankung verläuft leider immer tödlich.
    Dürfen Hunde Wildschwein oder rohes Wildschweinfleisch essen?
    Auch Wildschweine können das Aujeszky-Virus tragen. Daher ist rohes Wildschweinfleisch für Hunde ebenfalls nicht geeignet. Gegartes Wildfleisch ist dagegen bei sachgemäßer Zubereitung grundsätzlich unbedenklich.
    Kann Schweinefleisch beim Hund Durchfall verursachen?
    Schweinefleisch enthält vergleichsweise viel Fett. Empfindliche Hunde können darauf mit Durchfall oder Verdauungsproblemen reagieren. Die Verträglichkeit hängt von Fettgehalt und individueller Sensibilität ab.
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